Nachdem  im  Jahre  2004 ein kleiner Adventmarkt in und vor der Evangelischen Kirche am Markt großen Anklang gefunden hatte, trafen sich im Februar 2005 auf Einladung der Stadt Wipperfürth und der beiden großen Kirchengemeinden mehr als hundert, an einem größeren alternativen Adventmarkt interessierte Wipperfürther. Hierbei gab es schon mehr als sechzig Anmeldungen.

Wie der Name schon ausdrückt, wurde kein weiterer, überwiegend kommerziell ausgerichteter Markt gewünscht. Adventliche Atmosphäre und Möglichkeit zur Begegnung sollten im Vordergrund stehen, im christlichen Verständnis des Sonntags der Sonntag selbst frei gehalten werden. Am Vorabend des Marktes wird eine Eröffnungsandacht den Beginn markieren. 

Zahlreiche kirchlich gebundene Gruppen beider Konfessionen, Schulen, Kindergärten, Feuerwehr und viele Vereine sowie etliche Privatpersonen sollten schließlich auf diesem Markt vertreten sein. Die KFD verlegten im Jahre 2006 ihren traditionellen Weihnachtsbasar mit Kaffee, Frühstück und Kuchen und dem Verkauf der Adventkränze, -gestecke und der weihnachtlichen Geschenkangebote aus eigener Produktion erfolgreich ins Pfarrheim. 

Ebenso erfolgreich ist der Weltladen mit seinem Angebot, hier ergänzt durch Krippen und Weihnachtschmuck und weihnachtlichen, im Wesentlichen selbst gefertigten Gegenständen. Doch auch Ess- und Trinkbares gibt es. Grünkohl mit Mettwurst, Reibekuchen, Panhas, Waffeln Glühwein, Apfelpunsch sind nur ein Teil der Speisekarte. 

Die Vorbereitung des Marktes ist auch heute noch viel Arbeit, allein Beschaffung und Aufbau der vielen Hütten und der Zelte ist für das Vorbereitungsteam, die Helfer der Ökumenischen Initiative und die vielen Markteilnehmer stundenlange Mühe. Die Versorgung mit Strom ist dankenswerterweise durch Elektriker und Stromversorger gesichert.

Auf eine Beschallung wird bewusst verzichtet, eine Stimmung wie in vorweihnachtlichen Kaufhäusern ist der besinnlichen und zu Begegnung und Gespräch einladenden Atmosphäre wenig zuträglich. Dafür gibt es jedoch in beiden Kirchen während der Marktzeit Chorgesang, Instrumentalmusik, offenes Singen mit Kirchenchören, Instrumentalensembles, dem Weihnachtskonzert der Musikschule   und weiteren Beiträgen. Schulen und Kindergärten sind musikalisch vertreten, teils auch auf dem Markt selbst. Hier sind auch am Nachmittag Bläserquartette mit adventlicher Musik zu hören. 

In all den Jahren seines Bestehens kann man auf dieser neuen Form eines Adventsmarktes  nicht nur viele Wipperfürther, sondern auch zahlreiche Gesichter aus angrenzenden Gemeinden sehen   können. Die Idee eines Marktes ohne kommerziellen Hintergrund ist gut angenommen, der freie Sonntag erlaubt allen Aktiven anschließend ein Luftholen. 

Wir wünschen dem Alternativen Adventmarkt noch ein langes Leben!

 

Lothar Danzeglocke