Erzbistum Köln – Hilfe für Obdachlose – DICV Köln

31. Januar 2020 (pek200131-DICV Köln)

Wenn es draußen friert, droht Obdachlosen Gefahr für Leib und Leben. In NRW sind davon 5.000 Menschen betroffen – im Erzbistum Köln schätzt man die Zahl auf 1.500. 

„Auch, wenn es oft nicht so aussieht, der Winter ist tückisch und dauert lange. Bei eisigen Temperaturen riskieren viele Obdachlose ihre Gesundheit. Deshalb helfen wir auf der Straße mit Schlafsäcken, warmer Kleidung und heißen Getränken“, sagt Andreas Sellner von der Gefährdetenhilfe des Kölner Diözesan-Caritasverbandes. Dort werden die finanziellen Kältehilfen der Landesregierung koordiniert.

Einsatzschwerpunkte für die akute Kältehilfe im Erzbistum Köln sind die Städte Köln, Düsseldorf, Bonn und Wuppertal. Unterstützung gibt es aber auch in den ländlichen Regionen. „Damit niemand erfriert, müssen wir überall genau hinsehen und unkompliziert helfen“, appelliert Sellner. Denn nicht jede und jeder Obdachlose finde den Weg in eine Notunterkunft. 

Die Zahl derer, die ihr Zuhause verlassen müssen, steigt stetig: Fehlender Wohnraum und überteuerte Mieten zwingen immer mehr Menschen aus den eigenen vier Wänden. „Wir machen die Erfahrung, dass gerade im Winter die Noteinrichtungen oft überfüllt sind. Viele landen dann direkt auf der Straße“, erklärt Sellner.

200.000 Euro stellt die Landesregierung mit der Initiative „Endlich ein Zuhause“ in diesem Winter im Rahmen der NRW-Kältehilfe zur Verfügung. Der Kölner Diözesan-Caritasverband koordiniert die finanziellen Mittel, die direkt an engagierte Verbände und Initiativen fließen. Neben dieser Hilfe stehen bistumsweit für Obdachlose 730 Notschlafstellen zur Verfügung. Auch bei Kältegängen finden Menschen während Frost und Schnee Unterstützung. In Köln hilft das Kältetelefon – es ist unter 0221 474 555 45 Tag und Nacht besetzt. 

Weitere Informationen zur Winterhilfe in Köln: 
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/winterhilfe-fuer-wohnungsnotfaelle