Valentinstag 2020: Ein Feiertag der Liebenden

Der Valentinstag am 14. Februar ist der Tag der Verliebten. Er geht zurück auf den heiligen Valentin. Erfahren Sie mehr über die Bräuche, das Fest und den Heiligen!

5. Februar 2020

Am Valentinstag werden Ehepaare gesegnet

In Deutschland wird der Valentinstag in den letzten Jahrzehnten immer populärer. Valentinsgrüße kamen erst langsam nach dem 2. Weltkrieg durch Einflüsse aus den USA in Mode. Noch bis zur Jahrtausendwende hatte sich der Brauch in Deutschland – mit Ausnahme der Floristen – nicht allgemein eingebürgert. Mittlerweile werden am 14. Februar auch besondere Gottesdienste gefeiert und Ehepaare gesegnet. Diese können ihr Eheversprechen vor Gott erneuern. Verlobte Paare können Gottes Beistand in der Ehevorbereitung erbitten.

Eine Übersicht über die speziellen Angebote im Erzbistum Köln zum Valentinstag im Jahr 2020 finden Sie hier:

> Spirituelle Angebote am Valentinstag 2020

In Köln gestaltet das Stadtdekanat in besonderer Weise den >"Kölner Valentinstag". Vor dem Dom werden „Briefe von Gott“ an Passanten und Pendler verteilt. Im Dom gibt es am Nachmittag (ab 14.30 Uhr) moderne und klassische Liebeslieder auf der Domorgel, Gesprächsangebote und einen Gottesdienst mit Paarsegnung (17 Uhr).

Eindrücke vom Kölner Valentinstag 2019.

Der heilige Valentin

Darstellung des Hl. Valentin im Kölner Dom (in der Maternuskapelle auf dem geschlossenen Kreuzigungsaltar)

Die Überlieferung unterscheidet und vermischt zugleich zwischen einem Valentin von Terni und einem Valentin von Rom. Womöglich handelt es sich aber auch um ein und dieselbe Person.

Der Valentinstag geht wahrscheinlich auf den heiligen Valentin von Terni zurück. Er war im 3. Jahrhundert Bischof von Terni in Umbrien (Italien). Valentin soll durch Krankenheilung viele Menschen für den christlichen Glauben gewonnen haben und starb dafür um das Jahr 268 den Märtyrertod in Rom. Seine Verehrung ist seit dem 4. Jahrhundert in Rom bezeugt. Ihm zu Ehren errichtete Papst Julius I. eine Basilika, in der er Leinen- und Seidentücher verwahrte. Diese sogenannten Berührungsreliquien wurden an diesem Ort verehrt. Das Brauchtum am Valentinstag lässt sich nicht auf den heiligen Valentin selbst zurückführen.

Vielleicht handelt es sich aber auch um den römischen Priester Valentin, der am 14. Februar 209 das Martyrium erlitt. Trotz eines Verbotes des Kaisers Claudius II. soll er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell getraut und in Partnerschaftskrisen geholfen haben.

Valentin ist aber nicht nur der Patron der Liebenden, Verlobten und Heiratswilligen, sondern auch der Jugendlichen, der Reisenden und der Imker. Er bewahrt vor Ohnmachtsanfällen, Gicht, Gebärmutterkrankheiten und Epilepsie.

Warum ist am 14. Februar Valentinstag?

Dass der Valentinstag der Tag der Verliebten ist, könnte auch daher stammen, dass die Kirche in frühen Zeiten am 14. Februar das Fest der Darstellung Jesu im Tempel ("Darstellung des Herrn") beging - auch im biblischen Bild des Bräutigams. Vom himmlischen Bräutigam blieb später nur der Bräutigam über - und aus dem kirchlichen wurde ein weltlicher Festtag.

Dass der Valentinstag auf den 14. Februar fällt, hängt mit der Verschiebung des Weihnachtsfestes zusammen. Im 4. Jahrhundert wurde Weihnachten auf den 25. Dezember vorverlegt. Das Fest „Darstellung des Herrn“ 40 Tage nach Weihnachten fiel damit auf den 2. Februar, an dem es Christen noch heute begehen. Ursprünglich wurde es am 14. Februar gefeiert, der nun zu einem liturgisch freien Tag wurde.

Papst Gelasius I. führte den Gedenktag 469 ein, der nach der Regionalreform im deutschen Sprachgebiet (1972) aus dem römischen Generalkalender gestrichen wurde. Seit diesem Jahr begeht die Kirche im deutschen Sprachraum den Gedenktag des heiligen Valentins liturgisch nicht mehr aktiv. Heute gedenkt die katholische Kirche in Deutschland am 14. Februar im Gottesdienst primär der heiligen Cyrill und Methodius (Glaubensboten bei den Slawen, Schutzpatrone Europas).

Nichtchristliche Wurzeln des Valentinstags

Der Valentinstag hat auch heidnische Wurzeln. Mitte Februar gedachte man im alten Rom der Göttin Juno, die als Schützerin von Ehe und Familie galt. Die Frauen bekamen Blumen geschenkt. Ebenfalls im Umkreis des 14. Februar wurde das Fest des Hirtengottes Lupercus gefeiert. In einer „Liebes-Lotterie“ fanden junge Frauen und Männer durch Losentscheid zueinander.

In vielen Ländern wird Valentin als Patron der Liebenden und Heiliger der Zärtlichkeit verehrt. Seit mehr als 500 Jahren erwählen Frauen und Männer in England und Schottland am Valentinstag einen „Valentin“ oder eine „Valentine“.

Kardinal Woelki zum Valentinstag

Angebote für Paare am Valentinstag 2020

11. Februar 2020 (pek200211-sam)
Erzbistum Köln – Segensgottesdienste - verschiedene Orte

Einen besonderen Segen für ihre Liebe erhalten Paare am Valentinstag an vielen Orten im Erzbistum Köln. Auf dem Marktplatz vor dem „Alten Rathaus“ In Bonn wird am 14. Februar ab 15 Uhr ein buntes Programm rund um Liebe und Partnerschaft geboten, unter anderem mit einer Paar-Fotoaktion, einem „Segen-to-go“ sowie mit geistlichen Impulsen für die Partnerschaft. Auch in der Düsseldorfer Altstadt steht der Abend des 14. Februars an verschiedenen Stationen ganz im Zeichen der Liebe. Im Mittelpunkt steht ein ökumenischer Gottesdienst mit der Möglichkeit zur persönlichen Segnung, um 20 Uhr in der Dominikanerkirche St. Andreas.

Ob allein, zu zweit oder als Familie – herzlich willkommen zu einem Gottesdienst mit einem persönlichen Segen am Valentinstag sind Interessierte auch in der Petruskirche in Leverkusen-Bürrig. Weitere Angebote gibt es beispielsweise in Köln, Brühl, Remscheid, Pulheim, Siegburg, Troisdorf und Wesseling.

Der Valentinstag wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland immer populärer. Der Tag verdankt dem heiligen Valentin von Terni seinen Namen. Dieser gewann im dritten Jahrhundert durch Krankenheilung viele Menschen für den christlichen Glauben. Dafür starb er im Jahre 268 den Märtyrertod. Seine Verehrung ist seit dem vierten Jahrhundert in Rom bezeugt. Valentin ist nicht nur der Patron der Liebenden, Verlobten und Heiratswilligen, sondern auch der Jugendlichen, der Reisenden und der Imker. Er soll vor Ohnmachtsanfällen, Gicht, Gebärmutterkrankheiten und Epilepsie bewahren.

Eine Übersicht über die Angebote zum Valentinstag im Erzbistum Köln finden Sie unter: https://www.erzbistum-koeln.de/seelsorge_und_glaube/ehe_und_familie/ehe_und_partnerschaft/paare/spezielle_angebote/valentinstag/